Rundweg entlang des Ludwig-Donau-Main-Kanals führt zu Sandsteinwänden, Rauschen der Schwarzach und einem einladenden Biergarten
Ochenbruck – Ein neuer Erfahrungsbericht macht Lust auf eine Schluchtenwanderung in der Nähe von Nürnberg: Der Rundweg durch die Schwarzachklamm bietet eine abwechslungsreiche Strecke mit Kanalidylle, Dünenhistorie und beeindruckenden Felsformationen.
Der Weg beginnt flexibel: Da es sich um eine Rundwanderung handelt, kann der Startort nach Belieben gewählt werden. Ich reiste mit der Bahn nach Ochenbruck und setzte meine Erkundung von dort aus fort. Bereits gut 20 Minuten nach Aufbruch öffnet sich das Grün der Landschaft, und die Schwarzach zeigt sich als Namensgeberin der Klamm. Die Strecke zeichnet sich durch einen erstaunlich sandigen Boden aus – der eindrucksvolle Nachklang eines ehemaligen Dünengebiets aus der Eiszeit.
Markant ist der Wegverlauf: Der Fränkische Dünenweg, dessen Markierungen in ocker-blau-weiß auftreten, begleitet den Rundweg über mehrere Abschnitte. Auf dem Weg lohnt ein Blick auf das Petzschen Schloss, das wenige Meter abseits liegt und auf eine lange Geschichte verweist. Rund 1,3 Kilometer später erreicht man den Ludwig-Donau-Main-Kanal, eine der bedeutendsten Bauleistungen des 19. Jahrhunderts: Von 1836 bis 1846 entstand hier eine 172 Kilometer lange schiffbare Verbindung zwischen Nordsee und Schwarzem Meer. Heute gilt der Kanal als Bayerns längstes Denkmal und erfreut vor allem Radfahrer und Wanderer.
Weiter geht es etwa 2,5 Kilometer entlang des Kanals, bis der Brückkanal mit seiner Waldschänke erreicht wird. Der Einstieg in die Schwarzachklamm liegt damit nahe. Der Biergarten der Waldschänke lockt besonders an Wochenenden und Feiertagen viele Besucher – ein beliebter Treffpunkt für Naturliebhaber und Radfahrer.
In der Klamm erwartet den Wanderer eine imposante Szenerie: Hohe Sandsteinwände, bizarre Felsformationen und stellenweise matschige Pfade begleiten den Weg durch die knapp zwei Kilometer lange Schlucht. Das Rauschen der Schwarzach begleitet die Fußwege, während der enge Durchgang an einer Stelle durch ein Geländer gesichert ist. Nach rund drei Stunden Gehzeit endet der Rundweg wieder am Ausgangspunkt in Ochenbruck.
Fazit: Der Rundweg durch die Schwarzachklamm bietet eine gelungene Mischung aus ruhiger Kanalpromenade, beeindruckenden Felslandschaften und unmittelbarem Naturerlebnis – ideal für alle, die nahe Nürnberg eine abwechslungsreiche Schluchtenwanderung suchen.
Quelle: Jungwandern.de
von Johannes
